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Als Material verwende ich dunklen Karton, durchscheinendes Papier und Klebestifte.
Schicht um Schicht klebe ich gerissene Papierfetzen übereinander oder schäle
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Kopf M 100x70 cm, 2004 |
Kopf O
100x70 cm, 2005 |
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Kopf R
100x70 cm, 2006 |
Kopf 27
40x30 cm, 2006 |
Kopf K 100x70 cm, 2004 |
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Das Antlitz der Gäste, die auf den Collagen zu mir kommen, kenne ich vorher nicht. Mit den ersten Papierstücken entsteht eine Bewegung auf dem Dunklen. Mit ihr trete ich ins Gespräch, möchte ein Gegenüber kenntlich werden lassen. Später gilt es, die gewordene Form nicht festzulegen, den Prozess des Annäherns nicht zu beenden. |
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Kopf 39
40x30 cm, 2007 |
Kopf J
100x70 cm, 2004 |
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Kopf N
100x70 cm, 2005 |
Kopf S
100x70 cm, 2006 |
Kopf T
100x70 cm, 2006 |
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Gewöhnlich äußern sich nicht viele Patienten zu den Ausstellungen. Besonders Missfallensbekundungen sind selten. Diesmal kamen im Warte- wie auch im Sprechzimmer bald heftige Reaktionen. Es gab eine klare Zweiteilung – hier Skepsis bis hin zu Ablehnung und Entsetzen, da überschwängliche Begeisterung. Aus einem Text von Jutta Seidel, 2005
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Kopf D
100x70 cm, 2005 |
Kopf G
100x70 cm, 2005 |
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Es ist wohl ein Grenzbereich der Selbstbefragung, der sich im Zusammentragen von durchsichtigen Papierschnipseln, kleinstteilig aufgeklebt, ergibt. ... Der Arbeitsgang erscheint wie ein unendlich übereinandergelegtes Labyrinth – das Auge folgt dem imaginären Prozess der Darstellung. Hoffmanns Köpfe provozieren, haben keine unmittelbare Wirklichkeit. Es ist als wären durchsichtige Masken erfundener Lebender im Raum. Eine andere Realität wird behutsam ausgebreitet. Das Einsehen in die Köpfe-Collagen erlebe ich als langsamen Gesprächs-prozess im Für und Wider, in der Ab- und Zuwendung. Aus der Ansprache von Gerda Lepke zur Eröffnung der Ausstellung "Köpfe und Räume" im Geraer Kunstverein e.V. Januar 2007 |
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Kopf F 100x70 cm, 2004 |
Kopf H
100x70 cm, 2004 |
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Hoffmanns Köpfe, auch wenn ihre Hände nicht
zu sehen, ihre Augen nur zu ahnen sind, schauen uns an, sie MEINEN uns.
Erwidern wir ihren Blick, betreten wir eine entzeitlichte Welt der
Mutmaßungen. Kommen sie aus oder verschwinden sie ins
Nichts? Keine Umgebung gibt einen Hinweis auf Herkunft und Geschichte.
Unbekleidet und von dünnhäutiger Offenheit gewähren sie aber einen direkten
Blick in ihr Inneres, auf Spuren eines gelebten Lebens. Aus der Ansprache von Jan Heinke zur Eröffnung der Ausstellung "Köpfe und Räume" in der Galerie am Kamp in Teterow Oktober 2007 |
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40x30 cm, 2005 |
Frühere Bemühungen, Köpfe zu zeichnen oder zu
malen, blieben „flach“. Das Reißen des Papiers assoziiert das Nicht-„Ganze“, das Durchscheinen bringt die herbeigesehnte Vielschichtigkeit ins „Bild“ und das Kleben ist an sich ein Zusammenfügen und Verweben. Martin Hoffmann |
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Ich versuche zu formulieren, was für einen Eindruck die Köpfe auf mich machten, als ich sie zum ersten Mal sah: Überraschung, Erstaunen, fast Erschrecken. Als ob sie sich von ihrem Hintergrund lösten und sich auf mich bewegten. Mit einem Kopf, den du mir geschenkt hast, der ein etwas kleineres Format hatte, sage ich, ist mir folgendes passiert: Er hing in meinem Arbeits- und Schlafzimmer in Mecklenburg und starrte mich die ganze Zeit auf bohrende Weise an. Ich musste ihn weghängen, in eine andere Ecke, von wo aus sein Blick mich nicht traf. Aus Christa Wolf »Köpfe«, 2010
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Die Köpfe erscheinen als nicht völlig greifbar. Etwas Geheimnisvolles und Traumhaftes geht von ihnen aus, manchmal etwas von Gesichtern, die nach langer Zeit aus der Erinnerung auftauchen. Die über die Ränder hinausgehenden Streifen und Flächen verbinden die nach vorn kommenden Köpfe mit dem Grund. Der Vergleich mit einer Spiegelung in leicht gewelltem Wasser, in den sich die Ränder miteinander ständig verzahnen, bietet sich an. Man meint in diese Blätter hineinsehen und ihre Entstehung nachvollziehen zu können. Aus der Ansprache von Konrad Knebel zur Eröffnung der Ausstellung "Schichtungen" in der Galerie Mitte in Berlin Oktober 2008
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Draußen, hinter dem Riß Zu Christa Wolf Medea Stimmen Roman
40x30 cm, 1995 |
... was eigentlich ein Gesicht ist. Das Wort scheint schon alles zu sagen: eben das zuerst Sichtbare am Menschen. Aber ganz so einfach ist es nicht, das haben mir diese Köpfe gezeigt, die zwar immer sichtbar, aber nie dieselben sind. Prósopon – der griechische Ausdruck für das Gesicht - bringt das besser zum Ausdruck. Prósopon bezeichnet im griechischen Wortsinn das, was jemand der Sicht des anderen entgegenbringt. Das Gesicht ist also etwas, was jemand zeigt. Es ist nicht einfach da, sondern es wird von dem, der es zeigt, und von dem, der es betrachtet, auch gemacht. Menschen haben ihr Gesicht nicht für sich, sondern für andere. Was ein Gesicht ist, vollzieht sich zwischen Menschen. Aus der Ansprache von Christian Lehnert, März 2010
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Bilddateien von den Collagen erhalten Sie auf Anfrage. |
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